Schisandra-Chinensis oder WuWeiZi: Die Frucht der fünf Geschmäcker | |
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Schon in der chinesischen Han-Dynastie, die etwa im Jahr 200 vor Christus begann, wusste man um die Kraft dieser Pflanze. Seit über 2000 Jahren ist sie in Ostasien Bestandteil von Stärkungs- und Aufbaumitteln. Im 2. Jahrhundert nach Christus wurde sie in medizinischen Schriftrollen erwähnt. Doch erst im 19. Jahrhundert wurde sie endlich auch in Europa angebaut: Die Schisandra-Chinensis, auch Chinesische Beerentraube oder Chinesischer Limonenbaum genannt.
Die Schisandra-Chinensis wird aber auch heute noch vor allem in Asien angebaut, und zwar im Nordosten Chinas, in Japan und in Korea. Hauptsächlich in den Provinzen Jilin, Hebei, Heilongjian und Lianoning wächst die winterharte Kletterpflanze. Ihre lianenförmigen Triebe werden bis zu acht Meter hoch. Die Pflanze aus der Familie der Schisandraceae ist zweihäusig, das heißt, es gibt männliche und weibliche Pflanzen. Nur die weiblichen Pflanzen tragen zwei Jahre nach ihrer Aussat zum ersten Mal weiße bis cremefarbene duftende Blüten, aus denen dann die roten kugelförmigen Früchte wachsen, die ein bis zwei Samen enthalten. Nach dem ersten Frost werden die Beeren im September oder Oktober geerntet.
Die roten Früchte erinnern ein bisschen an Johannisbeeren, schmecken jedoch ganz anders. WuWeiZi wird die Schisandra-Chinensis auch genannt, und das bedeutet soviel wie "Frucht der fünf Geschmäcker". Die Frucht selbst schmeckt salzig, das Fruchtfleisch und die Schale zugleich sauer und süß und die Kerne scharf und bitter. In der traditionellen chinesischen Medizin steht die WuWeiZi für die Wandlungsfähigkeit der fünf Elemente Wasser, Metall, Feuer, Erde und Holz. Alle fünf Elemente soll man aus der Chinabeere heraus schmecken können.
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